Nach 25 Jahren feierte die Formel
2 im Jahre 2009 ein historisches Comeback.
Als einer von zwei deutschen
Rennfahrern erlebt Jens Höing ein sehr hartes Debüt.
Der 22-Jährige hatte noch keine Erwartungen vor seinen ersten beiden
Formel 2 Rennen: „Ich mache mir hier überhaupt keinen Druck.
Ich sitze hier erst zum ersten Mal richtig im Formel 2 Auto.“
Vor dem Auftakt in Valencia konnte Jens Höing nur einen Roll-Out
mit 15 Runden im verregneten Silverstone (GB) fahren. Aufgrund der engen
Entwicklungszeit gab die FIA vor dem ersten Saisonrennen bekannt, dass
jeder Fahrer zwei Streichresultate hat, die er in seine Punktewertung
einbeziehen muss.
Für Jens Höing, der den brandneuen Formel 2 in den Farben
der Firma HASKAMP (Metallbau und Fassadentechnik) und der SOCIETE GENERALE
steuerte, begann das erste Rennwochenende in Valencia mit einer tollen
Leistung. Im freien Training stellte der Berliner seinen Boliden gleich
auf Position 18, obwohl dieses laut seinem Renningenieur nur zum kurzen
Test deklariert wurde.
Zuversichtlich und mit dem Ziel der Top 10 blickte Jens Team Richtung
Zeittraining. Dieses sorgte dann für Ernüchterung. In beiden
Zeittrainings qualifizierte sich Jens für Startplatz 22: „Das
Problem liegt an den Reifen. Wir erreichen nicht das richtige Temperaturfenster,
in denen die weichen Reifen arbeiten. Die Vorderreifen erhitzen viel
zu schnell, die Hinterreifen gar nicht. In beiden Zeittrainings fuhr
Jens mit den alten Reifen seine schnellste Zeit, diese reichte auch
für Platz 12 bzw. Platz 14. Aber dann konnten alle Konkurrenten
mit den neuen Reifen nachlegen.“, zeigte sich auch Jens Renningenieur
Paul Anthony enttäuscht.
Der Start zum Samstagrennen verlief für Jens recht gut. Bereits
nach den ersten Runden konnte der sympathische Rennfahrer erste Konkurrenten
überholen. Nach den ersten Runden lag Jens bereits auf Position
15. Ein Fehler beim Anbremsen nach den Gegengraden kostete Jens aber
einige Positionen. Am Ende sah Jens als 18. – und damit als bester
Deutscher Pilot - die Zielflagge und verbesserte sich somit um vier
Plätze.
Nachdem in den Vortagen die Temperaturen bei bis zu 40 Grad lagen, kühlte
es am Sonntag das erste Mal ab. Zum Start des Formel 2 Rennen fanden
sich erste Regentropfen auf den TV-Kameras. Beim Start hielt Jens Höing
zunächst seine 22. Position. In den Folgerunden fuhr Jens mit seinem
Formel 2 sehr aggressiv durch die Kurven. Bis zur Rennmitte konnte er
sich durch tolle Überholmanöver auf Platz 17 verbessern. In
der zweiten Rennhälfte baute Jens Fahrzeug dann sichtbar ab. Letztlich
musste Jens noch einige Gegner passieren lassen und wurde 21.
Jens Höing: „Das war ein sehr hartes Debüt. Nach dem
tollen Start habe ich mir Hoffnungen auf die Top 10 gemacht. Ich bin
sicher, dass ich auch dahin gehöre, aber die Formel 2 ist technisch
sehr anspruchsvoll. Alles läuft über die Reifen. Wenn du die
im Griff hast, ist dein Wagen richtig schnell. Hier in Valencia hatten
wir große Probleme mit den Reifen, die hohen Temperaturen haben
die Situation erschwert. Es wäre natürlich besser gewesen,
wenn wir diese Erfahrungen bei Testfahrten vor der Saison gemacht hätten.
Ich denke, in den nächsten zwei Rennwochenenden sollten wir genügend
Erfahrung sammeln um bessere Resultate einzufahren.“
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